Zugleich stellte er aus
eigenem Vermögen die für den Bau und den Unterhalt des
Kollegiums nötigen Geldmittel zur Verfügung.
Am 27.März
begannen die Jesuiten im "Steuberschen Haus" (heute
Schustergasse 1) den Unterricht. Am 1. November dieses Jahres wurde
an der Südwestecke der Grundstein für das Kollegiengebäude
- das heutige Leopoldinum - gelegt. 1617 war es unter Dach, und ein
Jahr später bezogen die Jesuiten ihr neues Heim. Die Stadtbrände
von 1662 und 1680 zogen es schwer in Mitleidenschaft. Trug das
Gebäude ursprünglich ein Satteldach, so wurden 1664
Dachstirnmauern hochgezogen, hinter denen ein Pultdach abfällt,
so dass es das uns vertraute Aussehen eines Quadrums erhielt,
das das Bild der Altstadt an der Innseite beherrscht.
Das Schullokal war vom Kollegiengebäude getrennt. Ihren Unterricht
erhielten die Schüler zuerst im "Steuberschen", von
1615 an, nach starkem Anwachsen der Schülerzahl, im
"Rottmaierschen Haus", dessen Lage heute in der Altstadt
nicht mehr genau auszumachen ist. Ein neues Schulhaus erstand im
1690. Es fasste die Klassräume und einen Theatersaal
für rund 2000 Personen und stand an der Stelle, an der sich
heute das Gebäude der Kath.-Theol. Fakultät der Universität
Passau befindet.