Herausforderungen:

Für das Gymnasium Leopoldinum bedeutete die Errichtung des Pädagogischen Seminars sicher einen Gewinn, wenn auch, wie aus Gesprächen mit Schülern, Eltern und Lehrern hervorgeht, die Bilanz nicht nur Aktiva aufzuweisen hat. Der häufige Lehrerwechsel, der Unterricht durch unerfahrene Lehrkräfte, die dieses Defizit trotz großer Einsatzbereitschaft nicht immer wettmachen können, sowie die Unruhe, die während der Hörstunden- und Lehrversuchsphase im März/April den Unterricht begleitet, stoßen nicht immer auf volles Verständnis.

Dem stehen jedoch ganz beachtliche Vorteile gegenüber. Manche wertvolle Ausstattung mit unterrichtlichen Mitteln, die jetzt unseren Schülern zugute kommt, wäre wohl ohne den Hinweis auf die Erfordernisse der Seminarausbildung nicht zu verwirklichen gewesen.

vvv

 

Außerdem ist die Anwesenheit der jungen Lehrkräfte an der Schule gerade in einer Zeit, in der – bedingt durch die geringe Einstellungsquote – Lehrerkollegien Gefahr laufen zu überaltern, pädagogisch äußerst begrüßenswert. Vor allem aber bringen die mit dem aktuellen Stand der didaktisch-methodischen Forschung vertrauten Studienreferendare viele neue Ideen in den Unterricht ein und halten dadurch das fachliche Gespräch im Fluss. Es gibt wohl kaum einen Kollegen, der im Kontakt mit den Seminarteilnehmern nicht wertvolle Anregungen empfangen hätte, die er in seinem Unterricht nutzbar machen konnte.

Die Studienreferendare finden im Gymnasium Leopoldinum eine traditionsreiche und doch für einen modernen Lehrbetrieb bestens gerüstete Schule vor.

Das Engagement der Schule für neue Formate – stellvertretend sei hier die überaus erfolgreiche Teilnahme am Bundeswettbewerb „Jugend debattiert“ genannt – ermöglicht es den jungen Kollegen, in einer Art Moderatorenfunktion kreative Ideen für ihren Unterricht nach Abschluss ihrer Ausbildung ins Land hinauszutragen und an ihren Schulen gewinnbringend einzusetzen.
zurück weiter