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Das Schuljahr 2006/07 ist unser elftes euregio-Gastschuljahr
Fünf Schüler aus Tschechien, drei Mädchen und zwei Buben, bildeten
heuer unser euregio-Team. Sie starteten am Anfang mit Befürchtungen und Ängsten vor dem Neuen, dem Leben
in der Fremde sowie mit der Unsicherheit, ob ihr Sprachvermögen ausreicht, sich zu verständigen, zumal
im dialektgefärbten Niederbayern, eine erhebliche Anfangshürde für scheue Typen. Die Gastschüler besuchten abgesehen von Latein und der dritten Fremdsprache den regulären Unterricht, hatten zusätzlich je einstündig eigenen Unterricht in Englisch und Deutsch mit Zeitgeschichte. Im Rahmen der Referate des Deutschunterrichts stellten sie das Schulsystem ihres Heimatlandes dar. Die Freistunden, die sich durch den Nichtbesuch von Latein bzw. Italienisch oder Französisch ergaben, nützten die Schüler zum Lernen und für fleißige E-Mail Kontakte mit ihrer Heimat.
Krystina Simková und Veronika Chvalová stammten von unseren vertrauten Partnerschulen aus Prachatice, Miroslav Spolc
und Martin Puritscher aus Cesky Krumlov, Barbora Dejlová aus Prag. Sie ist die einzige die bei einer Gastfamilie
lebte und eine vielseitige familiäre Erlebenswelt genoss. Das war für sie eine beglückende Ausgangssituation So
hatte sie nicht so viele Probleme mit der von ihr beklagten Unnahbarkeit ihrer Schulkameraden; sie war nicht so sehr
auf diese angewiesen.
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vvv
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Sie hätte sich Tutoren in der Klasse gewünscht, die sich, zumindest anfangs, um die Gastschüler
angenommen hätten.
Martin und Miroslav lebten im Don Bosco Heim in einer Wohngemeinschaft, Krystina und Veronica im Unikomplex bei den
Deutschordensschwestern. Sie bedauerten im Stillen, dass eine echte Integration in ihre Klassen nur leidlich gelang.
Das integrative Bemühen der Klassensprecher, namentlich von Deborah, Corinna und Adrian, fand ihre Anerkennung,
ersetzte aber nicht die offensichtliche Verschlossenheit der Mitschüler. Die Jugendlichen dieser Jahrgangsstufe sind
anscheinend viel mit sich selbst beschäftigt; viele sind Fahrschüler, jeder strebt nach der Schule nach Hause. Da
ist neben den Alltagsbelangen nicht viel Raum, aber auch teilweise kein Interesse für intensive Kontaktpflege. Man
lebt nebeneinander her.
Die Gastschüler machten jedoch aus ihrer Sicht das Beste aus ihrem Aufenthalt. Alle fünf besuchten einen Sprachkurs
an der Uni. Keiner von ihnen gab dort trotz der hohen Anforderungen im Grammatikkurs auf. Das ist bewundernswert.
Im Vorjahr hielt nur einer durch. Miroslav war hoch motiviert und meinte, er könne sich vorstellen, einmal an einer
deutschen Universität zu studieren.
Gemeinsame Gruppenerlebnisse, wie z. B. der Wandertag, brachten Abwechslung in den Schulalltag der Gäste, blieben
aber insgesamt nur Randfaktoren für eine nachhaltige Begegnung.
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