14. Euregio-Gastschuljahr

Wie auch im vergangenen Schuljahr besuchten auch in diesem Jahr zwei tschechische Gastschüler das Leopoldinum, doch waren es dieses Mal zwei Jungen, die sich von September bis Ende Mai mit dem Euregio-Gastschulprogramm in unserer Stadt aufhielten. Filip Attendorn aus Vimperk (Winterberg) und Ondrej Hlavacka aus Krumau gehörten fast ein Jahr lang zur Klasse 10a und besuchten außerdem Deutschstunden in einer achten Klasse sowie Sprachkurse für Ausländer an der Universität.

Anders als die Mädchen, die immer im Nikolakloster bei den Deutschordensschwestern untergebracht waren und dort auch verpflegt wurden, wohnten die beiden Jungen zusammen mit anderen jungen Männern in der Don-Bosco-Wohngruppe in Haidenhof und wurden dort bestens von Herrn Harald Böhm betreut. Er unterstützte die Schüler nicht nur bei organisatorischen Dingen, sondern stand auch bei der Haushaltsführung hilfreich zur Seite – inklusive Kochen und Aufräumen bzw. Abspülen und Einkaufen.

Während des Gastschuljahres hatten die tschechischen Schüler auch Gelegenheit für mehrere Ausflüge, die von Euregio angeboten worden waren. So nahmen sie im November an einer Exkursion nach Metten und ins BMW-Werk Dingolfing teil, im März stand eine Fahrt nach

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München zur Staatskanzlei auf dem Programm und im Mai konnten die Schüler einen besonderen Tag in Passau erleben, bei dem die Universität besucht wurde. In einer informativen Führung wurde den Schülern die Möglichkeit erläutert, als Ausländer in Passau zu studieren. Ein Empfang im Landratsamt und ein Mittagessen im Gasthaus Drei Linden folgte, Endpunkt dieser Veranstaltung war eine Lesung eines tschechischen Autors im Café Museum.

Leider nahmen die beiden jungen Herren nicht in dem Maße am Unterricht und an den angebotenen Möglichkeiten teil, wie man es von aufgeschlossenen Austauschschülern erwarten könnte. So blieben sie meist für sich und fielen kaum auf, die Klassenkameraden taten ihr Bestes, um die beiden zu integrieren, was jedoch nur bedingt gelang. Ein Grund für ihre Zurückhaltung war vermutlich auch die verglichen mit anderen Gastschülern mäßig ausgeprägten Deutschkenntisse. Wenn sie auch freundliche und problemlose Schüler waren, so gelang es ihnen leider nicht, einen ähnlichen, nämlich einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen wie ihre beiden Vorgängerinnen aus dem letzten Jahr.

OStRin Zimmermann,
Euregio-Beauftragte