Besuch der US – Veteranen am Leopoldinum

Am 7. Mai 2010 kamen 12 US-Veteranen der 11. Panzerdivision unter der Begleitung von Frau Anna Rosmus zu Besuch ans Leo. Wir, die Schüler des Geschichte/Sozialkunde LKs und auch einige Schüler der Berufsschule Passau, waren schon vorher sehr gespannt auf dieses Zusammentreffen mit den Zeitzeugen, vor allem, da sie alle am Ende des Zweiten Weltkrieges im Raum Passau und im Umfeld stationiert gewesen waren.

Zur Einstimmung wurde uns ein Dokumentarfilm über die gemeinsame Siegesfeier der Amerikaner und der Roten Armee gezeigt. Später sollte sich jedoch herausstellen, dass die russischen Soldaten bei den amerikanischen gar nicht so beliebt gewesen waren. Danach wurde die Fragerunde eingeleitet. Wir konnten nach Lust und Laune Fragen über alle möglichen Themen stellen.

Besonders interessant waren für uns die Erfahrungen, die die Soldaten mit der deutschen Bevölkerung gemacht hatten. Sie waren in den meisten Fällen sehr offen und freundlich aufgenommen worden. Deswegen haben die Veteranen auch heute noch sehr positive Erinnerungen an die deutschen Bürger. Die schlimmsten Erinnerungen haben all diejenigen ehemaligen Soldaten, die das Konzentrationslager in Mauthausen befreit haben. Sie alle konnten sich nicht vorstellen, warum man Menschen so schreckliche Dinge antun konnte. Allerdings verstanden sie alle ihren Einsatz nur als Kampf gegen die Nazis, auf keinen Fall als Kampf gegen die deutsche Bevölkerung.

Unsere Fragen wurden immer sehr offen und ausführlich von mehreren Veteranen beantwortet. Für einige der Soldaten war es das erste Mal seit 65 Jahren, dass sie über ihre Erlebnisse sprachen. Sie machten aber auch deutlich, für wie wichtig sie solche Begegnungen halten, um aus der Zeitgeschichte zu lernen und neue Kriege vorzubeugen. Abschließen konnten wir uns noch einzeln mit den Veteranen unterhalten. Wir bedankten uns für die tollen Antworten auf unsere Fragen. Außerdem erfuhren wir noch viele andere wissenswerte und interessante Dinge über den Krieg und die Soldaten selbst. Ich bin sicher nicht die Einzige, die alle diese Männer als äußerst sympathisch bezeichnen würde. Es blieb uns leider nicht mehr viel Zeit zu ausführlichren Gesprächen, da das Programm für die Veteranen sehr knapp bemessen war und sie ins Rathaus mussten. Wir wurden aber zum Dank noch mit Erdbeerkuchen belohnt.

Es war für uns alle eine sehr lehrreiche und interessante Veranstaltung.

Theresa Kral für den SkG – LK

komm. Schulleiter Dr. Füller, Frau Rosmus, Herr Anetzberger

mit den US-Kriegsveteranen